Transat Jacques Vabre 2003: Samba in Bahia
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Karine Fauconnier in Bahia, wo sie mit "Sergio Tacchini" als Dritte einlief (Foto © www.jacques-vabre.com) |
Karine Fauconnier, die wie berichtet als Kind auf der berühmten Segelyacht "Vendredi 13" aufwuchs, gehört zu den besten Tri-Skippern der Szene. Vier der Dreibeine hatten in der Kalmenzone, den Doldrums oder Pot au Noir (Schwarzes Loch) mit seinen wechselnden Winden eng zusammen gelegen (Sergio Tacchini, Belgacom, Geant und Biscuits La Trinitaine). Zeitweise lagen diese vier Tris nur 70 Meilen auseinander. In einem harten Kampf, bei dem Fauconnier und Foxall ständig steuerten, konnten sie Michel Desjoyeaux auf Géant bezwingen und schließlich 60 Meilen vor Géant ins Ziel gehen.
Die Seglerin Fauconnier nach dem Zieldurchgang im Interview, bei dem sie lieber von einer Reise und einem Abenteuer sprach als von einem Wettkampf: "Vieles bleibt ein Abenteuer wie bei den ersten Seeleuten, die losfuhren, den Atlantik zu überqueren." Es geht ums segeln – und dennoch ist es auch eine immense Leistung der Mannschaft von "Sergio Tacchini" gewesen, dass der Tri ohne Bruch ins Ziel kam. Sie freuen sich, nach dem Grand Prix nun auch als Dritte auf dem Podium bei einer Transatlantik-Regatta stehen zu können. Und: "Wenn du auf dem Meer bist, ist dein Universum weiß, blau und grau ..." Wieder zurück an Land, mit all den Farben, kommt es ihr unwirklich vor, sie fühlt sich manchmal wie betrunken, hat nicht die See-, sondern die Landkrankheit. So geht es, denke ich, den meisten, auch wenn sie nicht davon reden ...
Sergio Tacchini läuft am Sonntag in Bahia ein (Foto © www.jacques-vabre.com)
Fauconnier ging nur 4 Stunden, 10 Minuten hinter Sieger "Groupama" durchs Ziel. Dessen Skipper und jetzt zweimaliger Gewinner des Transat Jacques Vabre, Franck Cammas: "Das Rennen war kürzer aber wesentlich härter als beim vergangenen Mal." Vor allem auf den letzten Meilen, als er Groupama treiben musste, um die aufkommende Belgacom in Schach zu halten – eine tolle Leistung auch von der Mannschaft, die Groupama nach der Kenterung in der Route du Rhum wieder zusammengesetzt hat. "es gibt hier eine Menge Wettersysteme, mit denen man umgehen muss. Wir waren in den Doldrums fast gefangen, während die Boote hinter uns es nicht so hart antrafen. ... Wir waren die letzten 48 Stunden wach und nur an Deck. Das ganze Rennen war physisch sehr anstrengend, wir haben unser erstes warmes Mahl nach vier Tagen auf See gegessen..." Und er zollte den Zweiten großes Lob.
Jean-Luc Nélias & Loick Peyron auf "Belgacom" segelten die 4675 Seemeilen in 11 Tagen, 00 Stunden, 22 Minuten mit einem Durchschnitt von 17,68 Knoten. Beide sind auf der Suche nach Sponsoren – da tut der zweite Platz in diesem großen Rennen besonders gut.
Belgacom, zweite in Bahia beim TJV (Foto © www.jacques-vabre.com)
Bei den Monos der open60s liegt "Virbac" Jean-Pierre Dick & Nicolas Abiven weiter an erster Stelle und wird für heute Nacht im Ziel erwartet. Um den zweiten Rang kämpfen unerbittlich "Sill" mit Roland Jourdain & Alex Thomson und Mike Golding & Brian Thomson auf "Ecover" – sie liegen in Sichtweite quasi voneinander! Auch um den 4. und 5. ist ein harter und spannender Kampf entbrannt zwischen VMI mit Sebastien Josse und Segellegende Isabelle Autissier (siehe Bericht) und dem "Team Cowes" (ex-Kingfisher von Ellen MacArthur) mit Nick Moloney und Samantha Davies, der Figaro-Skipperin auf "Skandia" - die beiden liegen nur sechs Meilen auseinander.
Positionen am Sonntagabend 19 Uhr
(Boot / D zum Ziel / D zum Führenden)
Classement 60-Fuß Multis
1. Groupama Franck Cammas & Franck Proffit – Sieger
2. Belgacom Jean-Luc Nélias & Loick Peyron – Zweite
3. "Sergio Tacchini" Karine Fauconnier & Damian Foxall – Dritte
4. Géant Michel Desjoyeaux & Hervé Jan – Vierter sm
5. Biscuits la Trinitaine Marc Guillemot & Yann Guichard – Fünfter
6. Banque Populaire Lalou Roucayrol & Pascal Bidégorry – Sechster
7. Sodebo Thomas Coville & Jacques Vincent – Siebter
8. Gitana Lionel Lemonchois & Marc Guessard – 135 sm zum Ziel
9. Sopra Group Philippe Monnet & Laurent Bourgnon – 192 sm zum Ziel
10. Foncia Alain Gautier & Ellen MacArthur – 200 sm zum Ziel
11. Bonduelle Jean Le Cam & Kito de Pavant – 298 sm zum Ziel
12. BayerCropSciences Fred Le Peutrec & Julien Cressant –451 sm zum Ziel
13. Banque Covefi Stève Ravussin & Yvan Ravussin – 570 sm zum Ziel
Open 60 monohulls:
1. Virbac, Jean-Pierre Dick & Nicolas Abiven – 391 sm zum Ziel
2. Ecover, Mike Golding & Brian Thomson 135 sm zurück
2. Sill, Roland Jourdain & Alex Thomson, 135 sm
4. PRB, Vincent Riou & Jérémie Beyou, 243 sm
5. VMI, Sébastien Josse & Isabelle Autissier, 320 sm
6. Team Cowes, Nick Moloney & Sam Davies, 327 sm
7. Carrefour Prevention, Dominique Wavre & Michèle Paret, 457 sm
8. Garnier, Patrick de Radiguès & Elie Canivenc, 831 sm
9. Arcelor-Dunkerque, Joe Seeten & Eric Dumont, 875 sm
10. Loire Atlantique, Antoine Koch & François Robert, 1014 sm
11. 60ème Sud, Didier Munduteguy & Juan-Mari Odriozola, 1225 sm
12. Adecco, Bob Escoffier & Servane Escoffier, 1296 sm
13. Tir Groupe, Mike Birch & Robert Birch, 1415 sm
Open 50 Monohulls:
1. Hellomoto, Conrad Humphreys & Paul Larsen, 1456 sm
2. Storagetek, Régis Guillemot & Olivier Salnelle, 236 Sm
3. Defi Vendee Jean-François Durand & Stéphane Chemin, 241 sm
Open50 Multihull:
Mollyhawk 2234 Sm zum Ziel
Aus dem Rennen:
CIMENT ST LAURENT
OBJECTIF 3
PINDAR
ATLANTIC NATURE
LABESFAL
TIM
BranecIII
Lesen Sie dazu auch die Berichte über Skipper und Skipperinnen in:
Schwarzes Loch und Fliegender Fisch
Segellegende Isabelle Autissier
Transat Jacques Vabre 2003: 50 Kn Sturm zum Start
und
Transat Jacques Vabre mit den Berichten von 2001
Die website der Regatta :


