505 European Championship Malcesine 2011 – Schomäker / Jess holen im letzten Rennen sensationell den Titel

21. September 2011 - Damit ist Schomäker die erste Frau, die einen solchen Titel vorweisen kann. Bei den hochklassig besetzen Europameisterschaften 2011 am Gardasee in Malcesine fuhren die deutschen Teams mit 6 Top Platzierungen nach Hause. Insgesamt waren 77 Boote aus 15 Nationen am Start. Am Gardasee traf sich fast alles, was Rang und Namen in der 505er Szene hat.

Frisch gebackene Europameister: Schomäker und Jess

Vor dem letzten Rennen hatten Schomäker und Jess 4 Punkte Rückstand auf Platz 1, die es aufzuholen galt. Auf dem ersten Platz lag das Team Saugmann / Ramsbaek aus Dänemark - Weltmeister 2007 und absolute Weltspitze. Der Start glückte hervorragend für Schomäker und Jess. Sie behaupteten sich im Feld und segelten als sechste ins Ziel. Für den Gesamtsieg vor Saugmann/ Ramsbaek reichte das, denn die dänische Konkurrenz kam mit etwas Pech nur als 27. ins Ziel.

 

Schomäker äußerte sich anschließend strahlend: „Als wir nach dem Zieldurchgang realisierten, dass der Vorsprung tatsächlich erreicht war, sind wir in unbeschreiblichen Jubel ausgebrochen und es standen mir die Tränen in den Augen. Ich freue mich riesig, erstmals bei einer richtig großen internationalen Regatta ganz oben auf dem Treppchen zu stehen!“ Jess fügt hinzu „Gewonnen haben wir wohl vor allem durch sehr gute Allroundgeschwindigkeit, gutes Set-Up, gutes Auge und keine echten Einbrüche!"

 

Doch auch die anderen deutschen Teams schlugen sich hervorragend. Insgesamt platzierten sich sechs Teams unter den Top-10: Schomäker/ Jess (Platz 1), Bogacki/ Meier-Kothe (Platz 4), Findel/ Tellen (Platz 5), Heyer / Salein (Platz 6), Koechlin / Achterberg (Platz 9), Plessmann/ Rix (Platz 10).

 

Die EM hatte die physische Kondition der Teams gefordert: es wurden 13 Rennen in 4 Tagen gefahren – jeweils morgens mit dem Vento aus Nord (erstes Signal um 7:55 Uhr) und nachmittags mit der Ora aus Süd (erstens Signal um 14 Uhr). Das exzellente Regattarevier Gardasee bot den EM Teilnehmern eine grandiose Kulisse bei Temperaturen um 30 Grad und einer breiten Windpalette: von Starkwind- bis Leichtwind-Bedingungen.

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