Rolex Fastnet 2005: Erste Sieger12. August 2005 - Am Morgen des 10. Augusts überquerte die neuseeländische „ICAP Maximus“ als erstes Schiff die Ziellinie des Rolex Fastnet Race 2005. Eine ordentliche Brise trieb die 98 Fuß lange Maxiyacht am frühen Morgen mit gutem Tempo zurück nach Plymouth. Westliche Winde begünstigen allerdings seit gestern die kleineren Yachten für einen Platz nach berechneter Zeit. Bei den zahlreichen Open60 mit etlichen Skippern des Vendée Globe lag gestern Abend Bernard Stamm auf Cheminees Poujalat, der nach seinem Pech vor dem Vendée endlich wieder mitmischen kann, vorn.

Kirribirri, El Syd und Chiarra beim Runden des Fastnet-Felsens (Foto © Daniel Forster / Rolex)

In der Irischen See gab es am Mittwoch sogar noch weniger Wind. Die Vorhut der Open 60s und verschiedene Grand Prix-Rennyachten kamen nur mühsam in Richtung Scilly Inseln voran. Große Lücken klafften mittlerweile in der Flotte der Open 60s, und die zwei führenden Yachten hatten ihren Vorsprung auf 20 Seemeilen ausgebaut. Gegen 16 Uhr am Mittwoch lag Bernard Stamm an Bord der „Cheminées Poujoulat“ eine Meile vor Jean-Pierre Dick auf der „Virbac-Paprec“. Roland Jourdain hielt den dritten Platz weit vor einer Gruppe angelsächsischer Verfolger.

 

Die Volvo Open 70 „Movistar“, die ihre schweren Segel benutzt, um die IRC-Anforderungen zu erfüllen, und im Hochsee-Modus segelt , kämpft darum, an den Open 60s dranzubleiben. Crewmitglied Peter Doriean meldete um 16:30 Uhr Ortszeit, dass sie noch 20 Seemeilen von den Scillies entfernt seien. „Der Wind kommt jetzt mit sechs bis acht Knoten aus Nordwest“, berichtete Doriean, „aber das ist auch das Maximum dessen, was wir in den vergangenen Stunden gesehen haben. Der Wind ändert sich ständig, und wir wechseln häufig die Segel.“ In der Nähe der „Movistar“ befanden sich zu dem Zeitpunkt die beiden Maxis „Leopard of London“ und die deutsche Judel/Vrolik 86 „UCA“ von Klaus Murmann aus Kiel.

 

Doch gestern Abend sah es so aus, als könne Shaun Frolich's IMX-45, Exabyte III, noch den Sieg der Neuseeländer vom Maxi ICAP Maximus zunichte machen. Sie wurde 33 Meilen vor Plymouth mit 10 Knoten gesichtet – wenn sie diesen Schnitt halten kann, ist sie berechnet an Icap Maximus vorbei. Allerdings gehört den Neuseeländern die Ehre des ersten Schiffes im Ziel.

 

272 der insgesamt 283 Starter haben den berühmten Felsen gerundet, nur acht Yachten gaben auf.

(Text: Jo Achim Geschke und Regattatnews.com)

 

IRC Overall Standings (Provisional @ 1800 11/8/05)

 

1. NZL99999 /ICAP Maximus/ Elliott 30m / EBS Yachting

2. IRL5200/ Patches / TP52 / Eamon Conneely

3. GBR521R /Bear of Britain/ Farr 52 / Kit Hobday

4. GRE55 / Aera / Ker 55 / Nick Lykiardopulo

5. GBR2601R /Spirit of Jethou/ Swan 601 / Peter Ogden

8. GER5000  UCA  Judel/Vrolijk 86  Klaus Murmann

13. GER5348  Haze  Luffe 48  Jochen Winter

 

Open 60 Standings (Provisional @ 1800 11/8/05)

 

1. Cheminees Poujalat / Bernard Stamm

2. Virbac Paprec / Jean-Pierre Dick (10% place penalty)

3. Sill et Veolia / Roland Jourdain

4. Ecover / Mike Golding

5. Pindar Alphagraphics/ Mike Sanderson

6. AUS888  Skandia  Nick Maloney 

7. GBR99  Hugo Boss  Alex Thomson

8.  Hellomoto  Conrad Humphreys

9. BRA411  Galileo  Walter Antunes

10. Proform  Marc Thiercelin 

11. Roxy  Anne Liardet 

12. Mare Verticale  Joe Seeten

 

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