Nordseewoche Rund Helgoland ; Segeln mit Lichtschutzfaktor 45
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Nordseewoche Helgoland (Foto © Mareike Guhr/ Nordseewoche.org) |
Björn Jonas, Taktiker auf der „Unique“, hatte am Morgen vorsichtshalber
Lichtschutzfaktor 45 aufgelegt: „Das war ein Traumtag auf See heute. Und bei uns lief es wirklich gut, obwohl wir eine bunt gemischte Crew waren“, so
Jonas. Die Unique (Ex-„Rubin“) kam als „First Ship Home“ in den Hafen, und
durfte sich über den neu gestifteten Wanderpreis in Form einer Schiffsglocke
freuen – den BHF Bank Cup für das erste Schiff nach gesegelter Zeit in der
Klasse IMS 1.
Nach berechneter Zeit musste die „Unique“ von Bernd Kriegel der „Hanseatic
Lloyd“ von Christian Plump den Vortritt lassen. Dritte wurde die „Varuna“
von Jens Kellinghusen.
Die IMS Gruppe 2 gewann die Crew der „Vihuela“ von Gerhard Schulz, gefolgt
von Heiko Päsler mit seiner „Static Electric“ und in der IMS Klasse 3 setzte
sich „Mandus Helmholt“ auch heute erneut gegen die Konkurrenz durch. Den
Sieg in IMS 4 konnte Florian Jungblut auf seiner "Stalker" für sich
verbuchen.

- Die neue Outsider – die Vorgängerin war eine Admirals Cup Legende (Foto © Heinrich Frank / Nordseewoche.org)
Glücklich war vor allem die Crew an Bord der „Outsider“, der mit Spannung
erwarteten Elliot 45 von Admirals Cup Sieger Tilmar Hansen, die in der ORC
Klasse 1 startete. Die zufriedenen Gesichter der ehemaligen Cupper-Segler
an Bord waren allerdings nicht wirklich auf die Ergebnisliste
zurückzuführen, sondern eher auf den Segel-Spaß. „Wir hatten teilweise 15,
16 Knoten auf dem Speedo, das macht einfach Laune“, so Steuermann Tom Ross. „Auch wenn unser Schiff nicht für diese Art von Wettfahrten gebaut ist und wir auf der Ergebnisliste weiter hinten zu finden sind“.
Weniger Glück auf der heutigen Wettfahrt hatte der Jubilar der diesjährigen
Nordseewoche, der 78-jährige Rudi Lässig aus Bremerhaven. Konnte er gestern noch die Zubringerregatta nach Helgoland in der Klasse IMS 4 gewinnen und einen Ehrenpreis für seine fast unglaubliche, nunmehr 50. Teilnahme an der Nordseewoche entgegennehmen, musste der Skipper die heutige Wettfahrt wegen eines Schadens am Vorstag seiner „Dwars-Gat“ abbrechen. Trotzdem war sein Fazit: „Die Nordseewoche ist immer anders, immer interessant. Das war ein toller Segeltag heute, wir hatten praktisch ideale Bedingungen, aber es sollte nicht sein. Jetzt reparieren wir das Stag und fahren wieder nach Hause.“
Während die Regattacrews sich von den Strapazen der Wettfahrt erholten,
kletterte Ralf Hoppe von Yacht zu Yacht und machte einen Sicherheitscheck
bei den Yachten, die morgen auf die Langstreckenregatta nach Edinburgh
(Schottland) gehen. 34 Yachten sind für die 400-Meilen-Regatta gemeldet.
„Alle, die ich heute kontrolliert habe, waren vorbildlich ausgerüstet“,
erklärte Hoppe.
Am Pfingstmontag gegen 14.00 Uhr startet das Feld auf die
etwa vier Tage dauernde Regatta.
Vorher, ab etwa 9.00 Uhr, wird jedoch noch die traditionsreiche Wettfahrt
„Helgoländer Acht“ ausgesegelt, bevor es auf die Rückregatten nach Cuxhaven, Wilhelmshaven und Bremerhaven geht und die 71. Nordseewoche sich langsam ihrem Ende zuneigt.
Lesen Sie dazu auch unsere Berichte
Die aktuellen Ergebnisse unter www.nordseewoche.org


