European Championship der IMS Klasse: Der König gewann07. Juli 2005 - Lange führte die L+M Hispaniola die Gotland Runt Regatta an. Selbst an der letzten Tonne sahen sie noch wie die sicheren Sieger aus, aber dann kam vor dem Ziel noch mal ein Flautenloch und am Ende stand immerhin noch ein 6. Platz auf der Ergebnisliste der zur Europameisterschaft zählenden Langstrecke. Den Europameistertitel konnte der norwegische König Harald mit seiner "Frahm XV" für sich verbuchen.

L+M Hispaniola mit den Sponsorfarben von Murphy&Nye (Foto © Mareike Guhr )

Es waren genau zwei Yachten die König Harald von Norwegen zwischen sich und dem Konkurrenten Einar Sissener mit "Al Capone" benötigte, um die

Europameisterschaft der IMS Klasse in Sandhamn/Schweden zu gewinnen. Und die L+M Hispaniola von Kieler Unternehmer Horst Mann war eine davon, denn sie fand sich auf der Ergebnisliste der Langstreckenregatta Gotland Runt mit einem sechsten Platz zwischen dem König und seinem norwegischen Landsmann Sissener wieder. "Nach unserem Zieleinlauf (gegen drei Uhr morgens) sah es noch so aus, als wären wir ganz vorne. Der König kam sogar mit seinem Schlauchboot längsseits und hat gratuliert und später noch ein Bier ausgegeben", erzählt Horst Mann.

 

Aber bis zu dem ersehnten Bier war es ein weiter Weg. Denn dass die

Langstrecke so lang werden würde, damit hatten auch die Pessimisten unter

den Wetterinterpreten nicht gerechnet. 360 Meilen waren zu absolvieren, als

die Flotte am Sonntag zur letzten und entscheidenden Wettfahrt auf die Bahn

ging. Und erst 62 Stunden später querte die L+M Hispaniola die Ziellinie in

Sandhamn.

 

Die neue L+M Hispaniola vom Typ Vrolijk 42 geht in diesem Jahr erstmals mit

den Sponsorfarben von Murphy&Nye, dem italienischen Label für hochwertige

Segelbekleidung, auf die Bahn.

"Es war ein extrem anstrengendes Rennen, weil die ersten 24 Stunden völlige

Flaute herrschte und auch vor dem Ziel der Wind wieder sehr, sehr schwach

wurde", erzählt Thomas Jungblut, Taktiker auf der L+M Hispaniola.

Die Kieler Yacht hat das Rennen lange angeführt, aber die kleinen Yachten,

die später mit mehr Wind durchs Ziel rauschten, brachten die Wertung noch

einmal gehörig durcheinander.

 

"Wir haben alles gegeben und sind die Langstrecke wirklich gut gesegelt,

aber der Wind hat uns etwas im Stich gelassen. Unsere gute Leistung im

Gotland Runt ist auch nur ein schwacher Trost, denn wenn wir in einem der

Kurzstreckenrennen am vergangenen Freitag nicht mit einem Frühstart bestraft worden wären, hätten wir in der Gesamtwertung den dritten Platz erreicht", so Mann.

 

Aber selbst der bei der Jury eingelegte Protest, verbunden mit

Videomaterial, das klar zeigte, dass die L+M Hispaniola beim Startschuss

nicht über der Linie war, brachte keine Ergebniskorrektur. "Wir fühlten uns

etwas unsportlich behandelt, als am nächsten Tag die Frühstarter per Funk

zurückgerufen wurden, eine Geste, die sie uns vorenthalten haben", so der

Steuermann.

Die deutsche Yacht "Moonshine" (IMX 40) von Mathias Blumencron konnte mit einem hervorragenden zweiten Platz im Gotland Runt Rennen noch riesig

aufholen und den dritten Platz in der IMS Europameisterschaft ersegeln und

somit klar als bestes deutsches Schiff abschneiden.

 

Detaillierte Ergebnisse:

www.ksss.se oder www.gotlandrunt.se

 


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