European Championship der IMS Klasse in Schweden

02. Juli 2005 - Halbzeit bei der IMS Europameisterschaft in Schweden. Auf der Mittelstrecken-Regatta, die in der Mittwochnacht von Öxelesund nach Sandhamn führte, konnte die L+M Hispaniola sich mit einem dritten Platz eine gute Startposition sichern. Auf den heutigen Up'n Down Races gab es dann aber auch ein Auf und Ab der Gefühle. Mit schwerem Gepäck startet die Hispaniola Crew von Rang 11 (vorläufig) in die nächsten Regatten.

GER 5311 L & M Hispaniola - Murpy & Nye (Foto www.segel-bilder.de)

Nach der erfolgreichen Mittelstrecke war der Titel klar anvisiert, und der

Wettergott hatte erstmals strahlende Sonne und sommerliche Temperaturen

ausgepackt. Aber die ersten beiden Kurzstrecken-Rennen des heutigen Tages

liefen nicht optimal für die Crew um den Kieler Horst Mann. Eine falsche

Windprognose und eine Behinderung am Start schlugen sich in zwei neunten

Plätzen nieder. Der dritte Lauf war dann wieder sehr erfolgreich, bis im

Ziel die ernüchternde Erkenntnis wartete: Frühstart und somit

Disqualifikation im letzten Rennen. "Das wir da über der Linie gewesen sein sollen, ist eine Fehlentscheidung der Jury, und wir haben Protest dagegen eingelegt", erklärt Taktiker Thomas Jungblut. Jetzt heißt es warten.

 

 

"In den ersten beiden Rennen lief es nicht so gut, der Wind war nicht leicht

zu finden heute", so Horst Mann, der Kieler Eigner und Steuermann der L+M

Hispaniola vom Typ JV 42, die in dieser Saison mit der Unterstützung und dem großen Schriftzug von Murphy&Nye, dem italienischen Label für hochwertige Segelbekleidung, auf die Bahn geht. "Aber im dritten Rennen hat alles gepasst und jetzt müssen wir abwarten, wie der Protest läuft". Denn mit den vorläufig angesammelten Punkten trägt die Crew schweres Gepäck für die

zweite Hälfte der Europameisterschaft mit sich rum. Und einen Streicher gib

es nicht.

 

Die Saison für die L+M Hispaniola -Crew, die in diesem Jahr mit ihrer neuen

Yacht vom Typ Vrolijk 42 ins Rennen geht, wirklich gut an. Die Maior-Regatta

in Kiel konnte das Team um Horst Mann klar für sich entscheiden. "Die

Europameisterschaft ist neben der deutschen Meisterschaft und der

Weltmeisterschaft (IMS 600) ganz klar einer der Saisonhöhepunkte für uns",

sagt der Kauffmann aus Kiel.

 

In Schweden ist es der norwegische König Harald, der stets die Nase vorn

hat. Die königliche "Fram XV", eine Farr 53 segelt dem Feld als größte Yacht

stets vorweg. Brechnet liegt die "Fram XV" an zweiter Position hinter der

"Al Capone", einer Grand Soleil 42 R aus Norwegen. Und auch an dritter

Stelle findet sich momentan eine Grand Soleil 42 R wieder; die schwedische

"Hagströmer".

 

Die kleine schwedische Insel Sandhamn rüstet sich gerade für das am Sonntag startende Gotland Runt Race, das auch in die Europameisterschaft integriert ist - und der idyllische Hafen füllt sich mit Regattayachten aller Couleur. Bei bestem Sonnenschein ist Volksfestähnliche Stimmung im Hafen.

Um den Europameistertitel starten die 38 Crews morgen zu zwei weiteren Up'n

Down Rennen und als Abschluss ist das Gotland Runt Rennen (360 Meilen) in

die Meisterschaft integriert.

 

Zwei weitere deutsche Teams versuchen sich gegen die vornehmlich

skandinavische Konkurrenz: Frank Sothmann mit der J-109 "Brinkmann &

Partner" der momentan auf Gesamtrang 22 platziert ist, sowie Matthias

Blumencron auf der "Moonshine", einer IMX 40 mit dem besten deutschen

Ergebnis bisher, dem Gesamtrang sieben.

 

European Championship IMS Sandhamn/Schweden:

Weiteres Programm:

Sonnabend 2.Juli. 11.00 Start zum ersten Kurzstrecken-Rennen, Faktor

1.

Zwei Rennen sind geplant

Sonntag 4. Juli: Langstreckenrennen, Round Gotland Race, Faktor 3

Mittwoch 6. Juli: 18.00 Siegerehrung

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