Das lange Workum

27. Juni 2002 - Heute geht es in der sechsten Folge der Ijsselmeer-Serie im seglermagazin.de in den langestreckten Hafen Workum mit seinen vielen Charteterstützpunkten. seglermagazin.de stellt in werktäglich neuen Folgen das Ijsselmeer und die friesischen Seen, das Wattenmeer und die Inselhäfen nördlich des Ijsselmeers in Geschichten vor und gibt Tipps zum Segelurlaub in den Häfen, die einst Weltumsegler beherbergten, in denen wie in Enkhuizen die kostbaren Schätze der Schiffe aus Batavia oder den Kolonien in der Goldenen Zeit der Niederlande entladen wurden.

Da sitzt er einfach so und schaut unbeirrt und souverän nach seiner nächsten Mahlzeit aus: Ein Reiher, nur ein Beispiel für die reichhaltige Tierwelt am Ijsselmeer. (Foto © Jo Achim Geschke)

Wer vor der Einfahrt nach Hindeloopen, an der rot-grün-roten Tonne "H2 – W 1" nicht gen Süden nach Hindeloopen abbiegt, kann auch den Teil "W 1" der Tonne nehmen, nämlich die Fahrrinne nach Workum. "Rinne" ist hier wörtlich zu nehmen, denn kurz vor dem Land ist es backbords und steuerbords sehr flach. Durch das Schilf und Gras erreicht man bald das Fahrwasser Het Zool. An diesem Knal finden sich bis ins Städchen hinein etliche Yachthäfen.

Auch Workum erlebte im 17. und 18. Jahrhundert, wie so viele Städte an der früheren Zuidersee, seine Blütezeit. Von hier aus fuhren die Aalfischer bis nach London, und auch in Workum blüte der Handel mit Gütern der Kolonien und des fernen Asiens. Im Städtchen ist inzwischen viel renoviert worden, am Markt zeugen einige alte Häuser und auch die beiden imposanten Kirchen noch von alten Handelszeiten. Wer entlang des Kanals zur Ijsselmeerküste wandert, kann außerdem wieder einige aufblühende Werften erleben, die traditionelle Holzboote wie unter anderem die "Aak" bauen. Ein Blick lohnt sich immer - zu den unterschiedlichen Bootsformen Frieslands und Hollands kommen wir aber später – es sind Dutzende Schiffsformen, die sich im Laufe der Jahrhunderte für die speziellen Zwecke herausgebildet haben!

Bei Kuperus beispielsweise, einem ziemlich neuen Wassersportunternehmen, gibt es außer Service auch die traditionellen, aus Holz gebauten offenen Motorboote zu chartern, die "Sloepen" ( mit langem O). Diese schönen Holtboote können auch für einen Tagesausflug über die Kanäle gemietet werden. Die stabilen Ruderschaluppen, wie sie die Werft auch nennt, sind mit Außenborder oder – bei der großen "Lady Hamilton", mit Einbaudiesel ausgerüstet. Die Sloepen werden auch verkauft – für die Sloep 645 in allerdings schönem Holzbau inlusive Volvo 10 PS Innenborder müssen aber auch – Holzbau ist nun mal teurer - 20.000 Euro bezahlt werden.

In Workum reiht sich ein Yacht- und Charterhafen an den anderen, es ist einer der großen Zentren des Yachtscharterns am Ijsselmeer. Einer der größten ist wohl "It Soal", aber landeinwärts zu den friesischen Seen hin gibt es weitere Charterstützpunkte, von denen aus das Ijsselmeer bei einem enmtspechenden Tiefgang (nach unserer Erfahrung nicht über 1,60 m ) leicht zu erreichen ist.

Auf der website www.allejachhavens.nl finden Sie weitere Informationen zu Workum und 230 Yachthäfen:

 

allejachhavens.nl

Eine sehr gute website mit dem aktuellen Wetter am Ijsselmeer :

 

www.weeronline.nl

Lesen sie dazu auch:

Ijsselmeer für Einsteiger

sowie

 

Ijsselmeer mit Chartertipps und News und Links

 

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