DaimlerChrysler North Atlantic Challenge: Uca schnellste
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Die Haspa Hamburg in der Welle vor Cuxhaven (Foto © Michael Meyer/ www.dcnac.de) |
Zur Zeit rangiert die "Haspa Hamburg" vom Typ X 482 im Gesamtklassement auf Rang 6, in der IMS Rechnung sogar auf Platz 3.
Genau um 19:28 Uhr und 11 Sekunden segelte die blaue Yacht dicht
unter der Seebäderbrücke über die Ziellinie und war damit 19 Tage 23
Stunden 18 Minuten und 11 Sekunden unterwegs. Als nächste Yacht rauschte
die Baltic 64 „Tanassa“ an dem „Race Box“ genannten Container des Race
Office auf der Seebrücke vorbei und querte die Ziellinie um 00.01 Uhr
und 31 Sekunden. Gefolgt von der „Haze“ um 0.49 Uhr und 16 Sekunden. Die
Stimmung auf der Seebrücke steigerte sich zunehmend und immer mehr
Zuschauer tauchten in der Nacht auf um erst die „Peter von Danzig“
begeistert zu empfangen (2.09 Uhr 18 Sekunden) und dann auf den Star der
Nacht zu warten.
Die „Uca“, die sich den Titel schnellste Yacht nach gesegelter Zeit
erkämpfte, kam wie ein Phantom aus dem Dunkeln auf. Denn mit etwa 16
Knoten über Grund rauschte die Yacht von Klaus Murmann um 3.23.05 Uhr so
schnell über die Linie, dass nicht einmal das Begleitboot mit den
Scheinwerfern mitkam. Der kleine Sturmspinnaker war gesetzt und nach nur
13 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten und 5 Sekunden erreichte die
beeindruckende 26-Meter Yacht den Zielhafen. Ein großer Empfangsbahnhof
erwartete die Crew zum kurzen Stopover und der Champagner floss in
Strömen. Zur Begrüßung waren in der Nacht auch die Konstrukteure der
schnellen Rennmaschine angereist. Fietje Judel und Torsten Conradi vom
Designbüro Judel/Vrolijk ließen es sich nicht nehmen den brandneuen
Maxi-Racer nach der Feuertaufe in Augenschein zu nehmen. Und alle
Crewmitglieder berichteten einhellig: das Schiff ist super, alles ist
heil geblieben und wir haben viel Spaß gehabt. Im ersten Dämmerlicht
saßen die müden Krieger dann auf der Pier und futterten ihr erstes Steak
nach zwei Wochen Knochenarbeit. Eigner und Skipper Klaus Murmann
berichtete: „Die Wetterbedingungen waren für uns denkbar schlecht. Bis
Point Alpha mussten wir gegenan segeln und dann vor Fair Isle auch
wieder. Nur in der Nordsee lief es jetzt zum Schluss richtig gut. Aber
mit dem Schiff bin ich sehr zufrieden, wir sind sauber gesegelt. Die
Crew hat hervorragende Leistung gezeigt. Der Wehrmutstropfen des zweiten
Starts ist dennoch sehr groß. Wenn wir im ersten Start gefahren wären,
hätten wir mehr erreichen können. Unser Ziel war neben der besten
gesegelten Zeit auch der berechnete Sieg.
Timmy Kröger, Segelprofi aus Hamburg, segelte bereits zweimal im Round
the World Race um den Globus. „Das Boot ist sehr groß und die Kräfte
sind enorm, da muss die Crew ordentlich ackern und ein gutes
Zusammenspiel ist besonders wichtig – aber das Schiff macht einfach
Spaß. Es segelt sich natürlich ganz anders als die V60’s, es ist viel
größer und auch die Segelflächen sind viel größer, daher kostet jeder
Segelwechsel sehr viel Kraft“, so der Langstreckenspezialist.
Nach der „Uca“ zog als nächstes die „Volksfürsorge“ in die Elbmündung
ein und querte bereits mit ausreichend Tageslicht um 5.24.52 Uhr die
Ziellinie um die 3600 Meilen lange Regatta zu beenden. Das
Schmuddelwetter ließ sich jedoch noch nicht abschütteln. Es pustete
weiterhin mit etwa sechs Beaufort aus westlichen Richtungen, angereichert mit Schauern.
Kings Legend (Foto © Michael Meyer/ www.dcnac.de)
Kurz nacheinander kamen dann am Morgen die
DaimlerChrysler-Mitarbeiteryacht „King’s Legend“ und der Open 60 „Team
888 “ gegen die heftige Tide kämpfend ins Ziel. Die Stimmung der
deutsch-amerikanisch gemischten Crew der „King’s Legend“ war kaum zu
überbieten. Groß war die Freude über das gute Abschneiden. Derzeit liegt
die Swan 65 berechnet auf Rang 7. „ Das war ein harter Trip und wir
mussten mehr am Wind segeln als uns lieb war, aber obwohl wir uns vorher
alle nicht kannten und nur drei Tage Training hatten, ist die Crew mit
der Zeit super zusammen gewachsen“, erzählt Skipper Gijs van Liebergen.
Paul Hulsey, von DaimlerChrysler in den USA war mit an Bord dabei. „Das
war ein fantastisches Rennen und eine einmalige Erfahrung“, berichtet
er begeistert nach dem ersten Anlegerschluck.
Die Crew der britischen „Team 888“ war ebenfalls vergnügt über das gute
Abschneiden. Der Open 60, erlangte unter dem Namen „Kingfisher“
Berühmtheit, als die junge Britin Ellen MacArthur damit Einhand um die
Welt segelte und den zweiten Platz im Vendee Globe Challenge gewann.
„Wir sind sehr zufrieden mit unserem Rennen, die Windbedingungen waren
gut für uns und das Baby läuft klasse“, sagte Jonny Malbron, Co-Skipper
der sechsköpfigen Crew, die berechnet auf Platz 2 rangiert. „Auf einem
Einhandboot mit sechs Mann zu segeln bedeutet, das nicht viel Platz
unter Deck ist, wir aber dafür schnellere Manöver fahren können“, so der
Brite von der „Team 888“, die als 20. Yacht einlief.
Das Race Comittee in Cuxhaven hatte die Nacht durchwacht und erwartete
am Samstag die „Paula“ und die „Mamelie“ (gegen 22.Uhr) im Ziel. Sonntag gefolgt von Brinkmann, Cheri, Bank von Bremen und
Sea Rose.
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DaimlerChrysler North Atlantik Challenge
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