ARC 2004: Medizinischer Notfall auf See03. Dezember 2004 - Die Idee der Atlantic Rally for Cruisers, durch gemeinsame Überquerung des Atlantiks Sicherheit zu schaffen, hat sich bewährt: Ein Crewmitglied der Oyster 53 " Tallulah of Falmouth" verletzte sich schwer, ihm drohte der Verlust eines Fingers. Durch die per Funk organisierte Hilfe eines deutschen Arztes von einer deutschen Yacht wurde der Patient aus seiner Not befreit.

Start des ARC (Foto © Patrick Roach & ARC – World Cruising Club)

Dem 55-jährige Ron Parker wurde im rollenden Schiff auf dem Atlantik der Finger gebrochen und eingequetscht. Der Deckel der dick isolierten Gefriertruhe fiel auf seinen Finger, brach ihn und verursachte eine schwere Fleischwunde. Ron wurde auf der Yacht versorgt, medizinische Hilfe kam per Funk über das International Marine Emergency Centre in Rom. Aber sechs Tage entfernt von St. Lucia (Karibik) war die Gefahr groß, das er seinen Finger verlieren würde. Skipper Fredd Neale informierte den World Cruising Club als Organisator und bat darum, Yachten in der Nähe um Hilfe zu bitten. Zunächst kam die Italienische "Marival" zu Hilfe und übergab auf See Schmerzmittel und steriles Verbandszeug.

 

Dann kam die deutsche Yacht Jasika IV, eine Hallberg-Rassy 53, zu Hilfe.  Die hatte einen Chirurgen und einen Krankenpfleger an Bord. Wegen des Seegangs schwammen Dr. Gerhard Trömer und sein Assistent Edgar Willie zur britischen Yacht herüber. Sie hatten eine mobile, sterile Operationseinheit (einen Koffer) mit sich!

 

Sie konnten den gebrochenen Finger einrichten und schienen und die Wunde desinfizieren und nähen. Dadurch ist die Gefahr, dass die Wunde sich entzündet, sehr gering geworden.

 

Der verletzte Ron: "Die beiden haben etwas vorgelegt was wie aus dem Fernsehen oder aus M.A.S.H zu kommen schien ... Wir werden Gerhard und Eddie in etwa 11 Tagen in St. Lucia treffen und dann die Fäden ziehen."

 

Die 190 Fahrten-Yachten beim ARC 2004 starteten am 21. November in Las Palmas, Cran Canaria. Die führenden Yachten werden am Ziel in Rodney Bay Marina, St.Lucia, am späten Freitag, 3. Dezember erwartet.  Für die 2700 Seemeilen Transatlantikpassage braucht die Mehrheit der Yachten zwischen 16 und 21 Tagen.

 

Die website des ARC:

www.worldcruising.com/arc


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